Die wichtigsten Spiele des Fussballvereins Bayer 04 Leverkusen sind immer die Derbys. Zu diesen gehören in einem sehr weit gefassten Begriff auch Spiele gegen Mannschaften wie Dortmund, Bochum und Schalke, vor allem aber sind es die Begegnungen gegen Köln, die auch als das rheinische Derby bezeichnet werden. Insgesamt trafen die Vereine 67 Mal auf einander. Leverkusen gewann davon 26 Spiele, der FC Köln 16 Spiele und 25 Mal trennte man sich mit einem Unentschieden. Eine der dramatischsten Partien war dabei das Aufeinandertreffen am 17. Februar 1963, als beide Mannschaften noch in der Oberliga spielten. Die Partie war die torreichste Begegnung und endete mit einem 5:4 für Leverkusen. Ebenfalls Vereinsgeschichte machte das Spiel 1985, als man sich nach einem harten Kampf unentschieden 4:4 trennte. Heute würde man bei einem Sportwettenanbieter wie Unibet Sportwetten auf ein solches Ergebnis Traumquoten bekommen.

Neben den rheinischen Derbys waren vor allem die Spiele von Bedeutung, in denen der Verein einen Titel erreichen konnte. Der größte internationale Erfolg war eindeutig das Gewinnen des UEFA-Pokals. Die Mannschaft unter der Leitung von Erich Ribbeck hatte das erste Finalspiel gegen Barcelona mit 0:3 verloren und man fürchtete, wiederum nur den zweiten Platz zu erringen. Doch die Fans sahen das anders und feuerten die Werksmannschaft beim Rückspiel im Haberland Stadion an, was das Zeug hielt. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 3:0 für Leverkusen und es kam zum Elfmeterschießen. Ralf Falkenmeyer verschoss den ersten Elfer, aber Wolfgang Rolff, Herbert Waas und Klaus Täuber trafen. Das reichte, weil die Spanier dreimal nicht verwandelten.

Der einzige deutsche Titel

Ebenfalls legendär war das Finale im DFB-Pokal 1993: Zum einen war es das erste (und auch bis heute einzige) Mal, dass der Verein einen nationalen Titel erreichte. Zum anderen war es eine Besonderheit, weil der Gegner erstmals eine Amateurmannschaft war, nämlich die von Hertha BSC. Trainer von Leverkusen war damals der Serbe Dragoslav Stepanović, auch heute noch einer der Stars in Leverkusen. Das einzige Tor in der Begegnung schoss Ulf Kirsten, einer der besten Spieler, die Leverkusen jemals hatte. Die Fans mussten bis zur 77. Minute warten, bis Kirsten, der eine gelbe Karte hatte, schließlich traf. Der Gegner hatte sich lange Zeit behaupten können, konnte aber einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte am Ende nicht verhindern.

Kampf gegen den Abstieg

Zwei weitere Spiele werden den Leverkusener Fans ebenfalls immer in Erinnerung bleiben, und zwar die letzten beiden Begegnungen der Saison 2002/2003. Der Verein hatte gerade Michael Ballack und Ze Roberto verloren. Die Lücke konnte nicht geschlossen werden, im Februar trennte man sich von Klaus Toppmöller als Trainer, aber die Pechsträhne hielt an. Der Verein sank immer weiter in der Tabelle nach unten, bis Klaus Augenthaler das Ruder übernahm. Leverkusen musste unbedingt gewinnen, um aus der Abstiegszone herauszukommen und kam diesem Ziel am 33. Spieltag mit einem 3:0 gegen 1860 München bereits sehr nahe. Aber ganz reichte es noch nicht und so fuhren die Fans mit einem mulmigen Gefühl am letzten Spieltag nach Nürnberg. Es dauerte 36. Minuten bis Yildiray Bastürk für die Leverkusener traf und dann begann das lange Zittern. Am Ende reichte der Sieg und der Verein rettete sich auf den sicheren 15. Platz. Ein Jahr später war der Verein bereits wieder in der Championsleague vertreten.

Im Jahre 2009 wurde nochmals die Hoffnung auf einen nationalen Titel geweckt, als Leverkusen erneut das Finale im DFB-Pokal erreichte. Hatte es 1993 noch ein Tor für die Leverkusener gegeben, so war das Glück diesmal auf der Seite von Werder Bremen.